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„Zwischen Störkraft und den Onkelz?“ – Rechte Musik in Deutschland

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„Zwischen Störkraft und den Onkelz?“ – Rechte Musik in Deutschland

Dass rechte Gruppierungen Musik als Mittel zur Rekrutierung Jugendlicher
offenbar als unbedingt notwendig verstehen, lässt sich sowohl an den
jährlich wiederkehrenden entsprechenden Einschätzungen der deutschen
Verfassungsschutzberichte als auch an den von der NPD und sogenannten
‚Freien Kameradschaften’ seit 2004 in mehreren Auflagen verteilten
„Schulhof“-CDs ablesen. Das musikalische Spektrum beschränkt sich dabei
allerdings weder auf ein eher diffuses Hardrock-Genre „zwischen
Störkraft und den [Böhsen] Onkelz“ noch - hartnäckigen Klischees zum
Trotz - auf Ska oder Oi.
Ausgehend von diesen Beobachtungen soll es in diesem Vortrag in erster
Linie um folgende Fragestellungen gehen: Ob und wie werden ‚rechte’
Inhalte in (welche) Musik gesetzt? Kann Musik überhaupt die Ausbildung
rechter Ideologien bewirken? Inwieweit dient Musik tatsächlich zur
Konstruktion ‚rechter’ Kulturen? Lässt sich das Spektrum an Genres
rechter Musik genauer bestimmen? Hat die rechte Musikszene eine eigene
Geschichte oder steht sie in bestimmten Traditionen?

7.4., 19 Uhr, Kanal 70, Hochheimer Straße 4a

Dr. Thorsten Hindrichs; Dozent am Musikwissenschaftlichen Institut der
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 28. März 2011 um 08:37 Uhr